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anker

10.8.2026
Dornbirn
Jugendliche in Krisensituationen brauchen nicht nur Unterstützung, sondern auch Fachkräfte, die in schwierigen und belastenden Momenten sicher und professionell handeln können. Deshalb absolvierte das Team der Jugendnotschlafstelle anker im Rahmen von zwei Arbeitstagen ein praxisorientiertes Deeskalationstraining mit nova facultas, einem auf systemisches Antigewalttraining in der Jugendarbeit spezialisierten Anbieter.
Im Mittelpunkt der Fortbildung stand der Umgang mit psychiatrisch auffälligen und delinquenten Jugendlichen sowie die Frage, wie eskalierende Situationen frühzeitig erkannt und entschärft werden können. Ziel war es, die Handlungssicherheit der Mitarbeitenden zu stärken und gemeinsame Strategien für einen professionellen Umgang mit herausfordernden Situationen zu entwickeln.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf Konfliktsituationen im Eingangsbereich der Jugendnotschlafstelle. Gerade dort kommt es immer wieder zu Begegnungen mit emotional belasteten oder aggressiven Personen. Gemeinsam wurden Handlungsoptionen erarbeitet, um auch in solchen Situationen deeskalierend zu wirken, klare Grenzen zu setzen und gleichzeitig den Schutz der Einrichtung sicherzustellen.
Besonderes Augenmerk galt auch dem Schutz der Mitarbeitenden. Dafür wurden konkrete Vorgehensweisen für Risikosituationen, Notfälle und präventive Sicherheitsmaßnahmen entwickelt und anhand praxisnaher Beispiele trainiert. Auch die räumlichen Gegebenheiten des anker – mit verwinkelten Bereichen und engen Treppen – flossen in die Übungen ein.
Die zweitägige Fortbildung stärkte nicht nur die Handlungskompetenz und das Sicherheitsbewusstsein des Teams, sondern auch die Zusammenarbeit untereinander. Eine gemeinsame Haltung und abgestimmte Vorgehensweisen bilden eine wichtige Grundlage dafür, Jugendlichen auch in herausfordernden Situationen Sicherheit, Orientierung und professionelle Unterstützung bieten zu können.