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taktisch klug durch die Corona-Krise

PSYCHOSOZIALE GESUNDHEIT

INSPIRATION FÜR DIE ARBEIT MIT SOZIALEN MEDIEN

Liebe OJA-Einrichtungen,

Wir – das Team von taktisch klug – haben als Ergänzung zu unserem Flyer zur Psychosozialen Gesundheit Vorschläge und Ideen erarbeitet, die zur Umsetzung in eurer derzeitigen Arbeit in den Sozialen Medien dienen können. Viele von euch haben schon erfolgreich Aktionen gestartet und interessante Angebote entwickelt. Auch diese greifen wir hier teilweise auf – im Sinne der Vernetzung und Qualitätssteigerung. Die folgenden Unterlagen sollen euch Inspiration für die Gestaltung von Postings oder Aktionen geben, die die Psychosoziale Gesundheit eurer Jugendlichen fördern können.

SCHAU AUF DEINE GESUNDHEIT

“Keine Schule. Keine Arbeit. Das hört sich auf den ersten Moment cool an, kann auf lange Sicht aber gesundheitliche Folgen haben.” Warum das so ist? Das könnt ihr im Beitrag von taktisch klug nachlesen! Wir haben einen kurzen Text verfasst zum Thema “Psychischen Gesundheit” und eine Übersicht, was man tun kann, damit man sich wohl fühlt. Beides kann sowohl auf unserer Homepage als auch bei Facebook und Instagram nachgelesen und gerne geteilt werden. Darüber hinaus können wir auch die Homepage von “feel-ok” empfehlen: https://www.feel-ok.at/de_AT/jugendliche/jugendliche.cfm – dort werden Gesundheitsinformationen jugendgerecht verpackt – Themen sind u.a. Gesundheit, Arbeit, Onlinewelt, Liebe und Sexualität, Jugendrechte und Substanzen.

DARÜBER REDEN

In Zeiten der Ausgangssperre ist der Kontakt zur Außenwelt für die eigene psychische Gesundheit wichtig. Das Sprichwort Geteiltes Leid ist halbes Leid hat eine starke Bedeutung – und so könnt ihr als Einrichtung und als Vertrauenspersonen durch digitalen Kontakt zu den Jugendlichen zu deren Psychosozialen Gesundheit beitragen. Bietet euch als Kontakt an und hört den Jugendlichen zu. Dadurch könnt ihr bereits das subjektive Wohlbefinden von Jugendlichen stärken. Zusätzlich können auch Telefonnummern der Telefonseelsorge herausgegeben werden, vor allem für Zeiten, in denen ihr nicht erreichbar seid.

Rat auf Draht: 147 (Anruf, Online, Chat möglich)

https://www.rataufdraht.at

Telefonseelsorge: 142 (Anruf, Online, Chat möglich)

https://www.telefonseelsorge.at

Time4friends (Peer-to-Peer-Projekt): 0800 700 144 (nur zwischen 18 und 22 Uhr erreichbar)

Hier hören ausgebildete Jugendliche zu und dienen als Ansprechpersonen. Jugendliche können sich auch per Whatsapp dort melden unter der Nummer 0664 10 70 144

http://www.get-social.at/time4friends

KONTAKT HALTEN

Ihr könnt beispielsweise eure Jugendlichen ermutigen, ihre normalen Aktivitäten, die sie sonst mit ihren Freunden gemacht haben, einfach digital nachzugehen. Zwar können sie sich nicht mit ihren Freunden treffen, dennoch könnt ihr anregen, dass sie sich per Facetime zum Mittagessen oder zum Online-Fußball spielen verabreden. Auf Instagram, lässt sich gut in den Stories über die Option FRAGEN die Interaktion zwischen euch und und euren Jugendlichen steigern. Etwa, wie mit der Frage: “Was macht ihr schon per Facetime mit euren Freunden?” Sammelt die Antworten und repostet sie in euren Stories. Damit bleibt ihr nicht nur mit euren Jugendlichen im Gespräch, sondern könnt an eure Leser*innen neue Ideen und Inspiration weitergeben.

STELL UM AUF DIGITAL

Viele Einrichtungen stellen bereits auf einen digitalen Service um. Erste Veranstaltungen werden per Livestream übertragen. Vieles ist in Zeiten von Social -Media und internetfähigen Telefonen möglich.

#digitalekultur #digitalebildung #digitalesmuseum

Ihr selbst könnt Video- Livestreams, wie z.B. auf Instagram nutzen, um mit euren Jugendlichen gemeinsam zu kochen. Ähnlich wie in einer Kochshow leitet ihr die Jugendlichen an. Da es eine Chatfunktion während der Livevideos gibt, besteht die direkte Möglichkeit der Interaktion. Lasst die Jugendlichen im Nachhinein ihre Kochkünste zeigen und repostet auf eurem Kanal die Ergebnisse. Das Gleiche gilt für Kreativworkshops. Es gibt viele Bastelideen, die mit wenig Material zu Hause umgesetzt werden können. Beispielsweise lassen sich aus Tetrapacks, Geldbörsen basteln.

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Ihr könnt aber auch geplante Aktionen, wie Filmabende, umsetzen, indem ihr z.B. einen Online- Filmabend mit anschließender Diskussion im Chat daraus macht. (gesehen bei Instagram @ojahohenems)

Gleichzeitig müssen manche Veranstaltungen nicht mehr abgesagt werden, sondern können einfach per Livestream stattfinden, wie zum Beispiel: 21.03.2020 Poetry Slam Online (gesehen auf Instagram bei @offenejugendarbeitlustenau)

Es gibt auch tolle Aktionen und Challenges, wie der: #ibliebdahoamchallenge (gesehen auf Instagram bei @jugend_altach)

Ihr könnt im Team über weitere Challenges nachdenken, wie z.B. einen Tik Tok Wettbewerb und der beste Clip wird nach Abstimmung gekürt. Über die Funktion QUIZ in den Instagram – Stories könnt ihr Online-Quiz zu den verschiedensten Themen erstellen, die gerade im Treff aktuell sind. Oder auf bereits vorhandene Apps, wie Quizduell zurückgreifen und dort eure Jugendlichen herausfordern. (gesehen auf Instagram bei @oja_lebensraum_vorderland)

Für die Kulturinteressierten bieten viele Museen virtuelle Rundgänge. Wie wäre es mit einem Museumsbesuch im Zeppelin Museum in Friedrichshafen oder in einem der weltbekanntesten Museen in New York oder Paris?

https://artsandculture.google.com/partner?tab=pop

AKTIV BLEIBEN

Workout oder Yoga-Morgenroutine? Es gibt viele Youtube-Videos in denen kurze Übungen gezeigt werden, die man leicht zu Hause ohne Geräte, nur mit dem eigenen Körpergewicht nachmachen kann. Ihr könnt euch natürlich auch im Team überlegen, ob nicht Eine*r von euch eine Yogastunde o.ä. per Livestream anbieten möchte. Oder sucht geeignete Videos für eure Jugendlichen aus und stellt sie ihnen zur Verfügung. Egal ob als Youtube-Video oder von euch selbst angeleitet, mit der Option UMFRAGE (Ja/Nein- Antworten möglich) könnt ihr eure Jugendlichen ins Sportprogramm mit einbeziehen und beispielsweise nachfragen, wer Lust hat, selbst per Videosequenz Übungen für das tägliche Home-Workout vorzustellen. Noch viel einfacher in Bewegung zu kommen, ist der Vorschlag zu einer wilden Tanzparty im heimischen Wohnzimmer – ob für sich allein, mit den Freunden per Facetime oder mit der Family. Denkbar wäre eine OJA – Spotify-Playlist zu erstellen, die dann von euren Jugendlichen weitergeführt werden kann.

ZIELE SETZEN

Erfragt über die Sozialen Medien, was eure Jugendlichen schon immer einmal lernen wollten. Ihr könnt daraus eine Wochen- oder Monats- Challenge machen. In dieser Zeit können die Jugendlichen ihren Fortschritt dokumentieren und wenn gewünscht mit den Anderen teilen.

PROBIER WAS NEUES

Euren Jugendlichen fällt dann doch irgendwann mal die Decke auf den Kopf und sie bekommen den Vier-Wände-Blues? – Wie wäre es sie zu ermutigen sich zu engagieren? – Ob in der Familie als Babysitter für jüngere Geschwister, als Hilfe im Haushalt, oder als Einkäufer* in in der Nachbarschaftshilfe. Diese Unterstützung bringt nicht nur eine echte Entlastung der Eltern und Menschen, die auf Hilfe angewiesen sind, sondern können auch eine richtige Abwechslung sein. Es gibt derzeit Aktionen auf Facebook, in der VN und auf Ö3, auf die ihr eure Jugendlichen aufmerksam machen könnt. Es geht dabei um kleinere Tätigkeiten, wie beispielsweise die Risikogruppe mit Einkäufen und Erledigungen vor Ort zu unterstützen. Oftmals werden wichtige Tätigkeiten über die Gemeinden organisiert – Jugendliche können sich dort melden, wenn sie einen Beitrag leisten wollen.

VN: https://www.vorarlberghaeltzusammen.at/

Ö3: https://oe3.orf.at/stories/2999980/

Facebook-Gruppe: Nachbarschaftshilfe Corona Vorarlberg

Instagram: #vorarlberghältzusammen

SCHÜTZE ANDERE UND DICH SELBST

Social Media Action: “Hi, wir sind`s. Die Risikogruppe” Ein wichtiger und toller Beitrag, der gerne weiter geteilt werden darf, um aufmerksam darauf zu machen, dass nicht nur ältere Menschen zur Risikogruppe zählen. Wer sich an Empfehlungen und Vorsichtsmaßnahmen halte, rette Menschenleben, schreibt Raul Krauthausen – und dann gilt: „Gestorben wird später. Viel später.“ Jugendlichen kann vermittelt werden, dass sie durch ihre Entscheidung zuhause zu bleiben, Menschen helfen und sogar Leben retten. Die Entscheidung auf direkte Kontakte zu verzichten ist also eine Held*innentat! Instagram-Beitrag:

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Hi, wir sind’s. Die #Risikogruppe. Du hast gedacht wir wären kettenrauchende Todkranke oder zumindest alt? Weit gefehlt. Keiner von uns ist Rentner und wir gehen genauso gerne wie du in Clubs, Bars und auf Konzerte. Worauf wir keinen Bock haben, ist sterben. Genau das ist aber gar nicht so unwahrscheinlich, wenn du nicht einfach die nächsten Wochen zuhause bleibst und deinen sozialen Aktionsradius für ein paar Wochen einschränkst. Je nachdem, was der Gesundheitsminister vorschlägt. In Italien ist es schon zu spät: Ärzte müssen entscheiden, wen sie beatmen – und wer stirbt. Warum? Unter anderem, weil sich die Menschen zu lange gegenseitig angesteckt haben. Aber wir wollten uns ja vorstellen. @disabletonlive, @amelieebner und @wheel.pics sind das #TetraPack: Sie sind unterhalb der Halswirbelsäule gelähmt und können richtig schlecht abhusten – das Virus könnte sie töten. @kati.gaensebluemchen hat Spina Bifida und ein Lungenvolumen von einem halben Liter – ihr könnt euch vorstellen, wie praktisch das bei einer heftigen Infektion ist. @raulkrauthausen und @typitus haben Glasknochen – same story. @fraugehlhaar hat eine Muskelerkrankung, für die das Virus eine genauso tödliche Gefahr ist – so wie für die Lungen des querschnittgelähmten @realjkrolling. Doch das ist alles noch kein Grund zu sterben – finden wir. Ich hoffe du auch. Also halte dich an die Empfehlungen und rette Menschenleben – das von uns, aber auch von vielen anderen #Risikogruppen: Vorerkrankte, Menschen mit anderen chronischen Krankheiten. Du bist auch noch lange keine 60 und in der #Risikogruppe? Gib ihr ein Gesicht. Poste, rede drüber, lass dir helfen. Nutze diesen Hashtag. Join the band. Denn: Gestorben wird später. Viel später. Rock and roll, eure #Risikogruppe.

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Facebook-Beitrag:

Hi, wir sind’s. Die #Risikogruppe. Du hast gedacht wir wären kettenrauchende Todkranke oder zumindest alt? Weit gefehlt….

Gepostet von Raul Krauthausen am Montag, 16. März 2020

INFORMIERE DICH

INFORMIEREN & KRITISCH SEIN

Weißt eure Jugendlichen daraufhin, dass auch immer wieder Falschinformationen im Umlauf sind. Die Seite https://www.mimikama.at hat es sich zum Auftrag gemacht solche Falschmeldungen aufzuklären. Gleichzeitig könnt ihr auch auf Seiten verweisen, deren Quellen vertrauenswürdig sind, wie z.B. die vom Land Vorarlberg: https://vorarlberg.at/web/land-vorarlberg/contentdetailseite/-/asset_publisher/qA6AJ-38txu0k/content/informationen-zum-coronavirus?article_id=554628

Aber auch die Vermittlung von Bildungsinhalten ist ein wichtiger Aspekt. Neben der digitalen Lernunterstützung bzw. dem distance schooling, können junge Menschen auch angeregt werden, auf unterschiedlichen Kanälen nach ansprechenden und seriösen Bildungsangeboten zu suchen. Der ORF hat sein Programm bereits auf unterschiedliche Altersgruppen zugeschnitten. Es ist zu empfehlen, dass ihr selber nach guten Angeboten sucht und diese dann weiterempfehlt. Bedenkt, dass gerade schulresistente Jugendliche in bildungsfernen Häusern im Moment besonders auf Angebote und Tipps angewiesen sind. Ihr kennt die Anliegen und Lebenswelten eurer Jugendlichen am besten und wisst was bei ihnen gut ankommt!

VERNETZT EUCH

Es gibt viele tolle Aktivitäten und Ideen, die bereits in den einzelnen OJAs umgesetzt werden. Nutzt diese Potenziale gemeinsam und vernetzt euch mit anderen OJAs, zeigt es in euren Stories und verlinkt euch gegenseitig. Ihr profitiert nicht nur von gemeinsamen Ressourcen, sondern erzielt eine höhere Reichweite bei den Jugendlichen und könnt gleichzeitig ein breites Spektrum an Angeboten und Ideen für Aktivitäten bieten. Ein letzter Tipp für Instagram. Packt die wichtigsten Stories, wie Tutorials oder Verlinkungen, in eure Highlights, so können alle auch nach dem Ablauf der 24 Stunden darauf zugreifen und das Wissen und eure Vorschläge bleiben jederzeit verfügbar. Wir hoffen, wir konnten euch mit unseren Social-Media- Ideen und Vorschlägen ein wenig inspirieren und wünschen euch weiterhin viel Energie für eure digitale Schaffenskraft!

Euer Team von der

taktisch klug Eventbegleitung

Psychohygiene – Inspiration für die OJA

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